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Brotkäfer (Stegobium paniceum)


 Der Brotkäfer ist eigentlich ein Pochkäfer, der sich auf stärkehaltige Nahrung spezialisiert hat. Die runden Löcher, die er nagt, gleichen jenen, die andere Pochkäfer im Holz erzeugen, und weisen auf die Verwandtschaft hin. Auf See war der Brotkäfer steter Gast in den Vorräten, und die Sitte, den Schiffszwieback vor dem ssen auf den Tisch zu stossen, sollte die Käfer verjagen. Das Weibchen legt seine Eier entweder auf die Nahrung oder in Spalten in der Umgebung. Die nach einigen Wochen schlüpfenden Larven sind sehr klein, weniger als 0,5 mm, aber sehr aktiv. Sie können eine Woche ohne Nahrung leben und in fast jede Verpackung eindringen, die nicht ganz dicht ist. Haben sie erst Nahrung gefunden, so fressen sie so gierig, dass sie bald hilflos unförmig werden. Die Larven bevorzugen trockene Stoffe wie Knäckebrot, Nudeln, Teigwaren und Hundekuchen. Sie leben aber auch von getrocknetem Gemüse, Nüssen und Kräutern. In Amerika wird er "drugstore beetle" genannt, da er auch in vielen Apothekerwaren zu finden ist. Der Käfer fliegt gut und wird vom Licht angelockt, so dass man ihn weit ab von seiner Entwicklungsstelle am Fenster finden kann. Die Entwicklung vom Ei zum Käfer dauert bei 22°C 2-3 Monate.




Kabinettkäfer (Anthrenus)


 Kabinettkäfer gleichen kleinen Marienkäfern, glänzen aber nicht und besitzen eine hübsche, matte Zeichnung, die von vielen schwarzen und rotgelben Schuppen auf den Flügeldecken gebildet wird. Die Larven sind gelbbraun du haarig und haben am Hinterende einige Büschel langer Haare, die spitz sind und bei Gefahr ausgespreizt werden. Die Käfer selbst findet man besonders im Frühjahr. Wie die Pelzkäfer sitzen sie oft in Blüten und ernähren sich von diesen. Die Eier werden in Vogelnester, Tierbauten oder auf trockenes Aas gelegt, wo sich die Larven von Federn, Haaren und Fleischresten ernähren. Sie können auch von toten Insekten leben und sind daher bei Insektensammlern gefürchtet. Der Name Kabinettkäfer ist von dieser Eigenart abgeleitet. Es sind häufige Tiere, die gut fliegen und fast überall zu finden sind. Die Larven laufen ziemlich viel herum und wenn man sie im Haus in grösserer Zahl findet, kann der Herd in Sperlingsnestern unter dem Dach, in Bodenbelägen aus Filz, vergessenen Wollappen in einer Tüte, Wollfasern in Spalten oder toten Insekten in einem Spinnennetz liegen. Trotz ihrer vielseitigen Nahrung sind sie recht wählerisch, wenn sie Textilien angreifen: sie bevorzugen neue, reine Wolle wie Klöppelwerk oder kostbare Stricksachen aus Kaschmirwolle. Die Erklärung, dass Kabinettkäfer als Textilschädlinge im Haus neueren Datums sind, liegt wohl darin, dass ihre Schäden unter den vielen Mottenschäden früherer Zeiten einfach untergingen. Vieles deutet darauf hin, dass bereits unsere Vorfahren sie gekannt haben. So heisst es, dass Odysseus bei seiner Heimkehr darüber besorgt war, dass sein alter Bogen aus Horn von "Würmern" zerfressen sein könnte.




Gefurchter Lappenrüssler (Otiorrhynchus sulcatus)


 Die Lappenrüssler gehören zu unseren grössten Rüsselkäfern. Sie laufen auf sehr charakteristische Weise träge umher und sind, wie alle Rüsselkäfer, Vegetarier. Die Larven leben unterirdisch von Pflanzenteilen. Die erwachsenen Käfer sind lichtscheu und verstecken sich tagsüber in der obersten Bodenschicht am Fusse der Pflanzen und können im Garten an Beerensträuchern und Obstbäumen schädlich werden. Die Käfer gelangen manchmal in die Wohnung, stammen aber oft von Topfpflanzen. Wenn sie nur einzeln auftreten, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Sie machen keinen Schaden an Holz und Textilien, sie stechen und beissen auch nicht.




Pelzkäfer (Attagenus pellio)


 Den Pelzkäfer erkennt man an je einem weissen Fleck auf den schwarzen Deckflügeln. Im Sommer fliegen die Käfer im Freien und besuchen Blüten und ernähren sich von diesen. Manchmal verirren sie sich ins Haus und man findet sie als zufällige Gäste. Die Eier werden gewöhnlich in Vogel- und Mäusenester gelegt, und die Larven, die einen charakteristischen Haarpinsel am Hinterende tragen, leben von Haaren, Federn und Abfall. Im Haus legt der Pelzkäfer seine Eier auf Wollsachen oder an Plätze, wo sich Wollfasern sammeln. Die Larven fressen aber auch an Leder, Pelzen und ausgestopften Tieren.




Gemeiner Speckkäfer (Dermestes lardarius)


 In früheren Zeiten war dieser Käfer ein gefürchteter Schädling im Haushalt. Er vergriff sich am Rauchschinken und den Würsten unter dem Dach und an Trockenfisch. Heute werden die meisten Fleischwaren im Kühlschrank aufbewahrt oder eingefroren und der Käfer spielt im Haushalt keine Rolle mehr. Er kann sich gelegentlich jedoch in Trockenfutter für Hund und Katze kräftig vermehren. In Betrieben, die Trockenfisch, Häute und ähnliches verarbeiten, kann er immer noch grosse Probleme aufwerfen. Die Larven sind nach 1 Monat erwachsen und suchen nun eine Stelle zur Verpuppung. Dazu nagen sie oft Löcher in Holz oder Putz, aber auch in andere Stoffe, und können dabei in Lagern grossen Schaden an solchen Sachen anrichten, die sonst nicht von Insekten befallen werden. Die Käfer fliegen ausgezeichnet und können so in die Wohnung gelangen. Sonst stammen sie von vergessenen Nahrungsmitteln, öfter aber aus Taubennestern oder einer toten Maus, die in ihrem Versteck liegen blieb.