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Hausstaubmilben (Dermatophagoides)


Eigentlich leben diese Milben friedlich von den Schuppen unserer Haut, die regelmässig abfallen. Sie lieben hohe Luftfeuchtigkeit (um 80%) und hohe Temperaturen (um 25° C) und finden
sich daher besonders im Bett. Erst vor kurzer Zeit hat man dies entdeckt. Man fand sie, als man Auslöser von Asthma suchte. Manche Kranke reagieren auf Staub in den Wohnungen, ohne dass man den wirksamen Bestandteil kannte. Die Milben selbst, ihre leeren Häute und die Exkremente erwiesen sich als Verursacher. Sie werden beim Fegen und beim Schütteln der Betten hochgewirbelt und eingeatmet und rufen durch mechanische und vielleicht auch chemische Wirkung die Reaktionen bei empfindlichen Personen hervor, die allergischen Reaktionen gleichzusetzen sind. Diese Milben sind mit einigen nahe verwandten Arten überall dort verbreitet, wo der Mensch lebt. Neben besonderen Sprühmitteln ist regelmässiges und gründliches Stausaugen von Matratzen und ähnlichem das beste Mittel gegen die Hausstaubmilben, die übrigens für die meisten Menschen völlig ungefährlich sind.




Hühnermilbe (Dermanyssus gallinae)


 Die blutgefüllte Milbe ist leuchtend rot, wird aber später schwärzlich oder grau und kleiner, wenn sie das Blut verdaut hat. Hat sie lange gehungert, so ist sie von fast weisser Farbe. Sie lebt in Hühnerställen und Taubenschlägen, wo sie sich tagsüber in
Spalten und Ritzen verbirgt. Erst nachts kommt sie hervor, um Blut zu saugen. In ihren Verstecken legt sie bis zu 10 Eier auf einmal. Das kann mehrmals wiederholt werden, immer aber mit einer Blutmahlzeit dazwischen. Im Sommer dauert die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Tier 8 — 10 Tage, das dann bis zu 5 Monaten ohne Nahrung leben kann. Findet man die Milbe in der Wohnung, so stammt sie immer von Vögeln und meist findet sich ein Vogelnest im Haus. Solange das Nest bewohnt wird, merkt man nichts von den Milben. Ziehen die Vögel aber weg, suchen sie neue Opfer und wandern weit herum, so auch in die Wohnungen. Ihr Biss erzeugt Jucken und durch ihre oft grosse Zahl sind sie sehr lästig. Man entfernt die befallenen Nester und besprüht oder bepudert die Umgebung. Da die Milben von den Vögeln auch verbreitet werden, muss man regelmässig kontrollieren.




Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei)


 Die Krätzmilbe lebt in der Haut, wo sie wie ein Maulwurf in der Hornschicht Gänge gräb
t. Die nur 0,3 mm lange Milbe sieht man selten, die Rötung und der ekzemartige Zustand, der durch diese Tätigkeit verursacht wird, wecken aber Verdacht. Die Eier werden in die Bohrgänge des Weibchens gelegt und die Entwicklung zum erwachsenen Tier dauert 2 Wochen. Die Übertragung erfolgt meist durch trächtige Weibchen bei direktem Kontakt von Menschen.




Taubenzecke (Argas reflexus)


 Die sonst an Vögeln lebende Milbe kann gelegentlich auch im Haus auftreten. Sie ist grösser als die Hühnermilbe und hat einen lederartigen, eif
örmig rotbraunen Körper. Die Mundwerkzeuge sitzen auf der Unterseite des Körpers. Sie kommt besonders in Taubenschlägen vor und lebt wie die Hühnermilbe, kann aber noch länger hungern. Manchmal beisst sie auch den Menschen.




Zecke, Holzbock (Ixodes ricinus)


 Auch diese Art gehört zu den Milben. Das männliche Tier wird 2 mm lang, das Weibchen doppelt so gross — Masse, die nur für hungernde Tiere gelten. Die rotbraune lederartige Haut des Hinterleibs kann nämlich ungeheuer ausgedehnt werden. An manchen Stellen sind Zecken
sehr häufig, anderswo wieder sehr selten. Sie stellen strenge Bedingungen an die Umwelt. So sind sie gegen Austrocknung empfindlich und finden sich besonders in feuchten Buschwäldern und anderer dichter Vegetation. Eine hungrige Zecke klettert an die Spitze eines Grashalms oder Blatts und wartet geduldig auf ein vorbeikommendes Tier. Sie ist nicht wählerisch in Bezug auf ihr Opfer und saugt an verschiedenen Säugetieren, so auch am Menschen, aber auch an Vögeln und Kriechtieren, und kommt ein solches vorbei wird sie abgestreift und klammert sich an ihrem Wirt fest. Auf dem Opfer wandert sie dann herum, bis sie eine dünnhäutige Stelle gefunden hat, in die sie ihren Rüssel bohrt. Dieser ist mit wirksamen Widerhaken versehen, die man beim Herausreissen merkt. Das Einbohren und Saugen geschieht unmerklich, nach einiger Zeit beginnt die Stelle jedoch zu jucken. Die Zecke bleibt 5 - 6 Tage auf dem Wirt, bevor sie abfällt und sich am Boden versteckt, um die Nahrung zu verdauen. Das Leben der Zecke ist vom Zufall abhängig, sie muss dreimal Blut saugen, zweimal als Larve und einmal als erwachsenes Tier, bevor sie Eier legen kann. Sie legt Tausende davon, in einer Wohnung können sie sich aber nicht entwickeln, da es zu trocken ist. Selbst mit einer Pinzette ist es nicht zu empfehlen, eine Zecke zu entfernen. Ein Stück des Rüssels reisst immer ab und führt zu Entzündungen. Betäubt man sie aber mit Äther oder bedeckt sie mit einer Fettcreme, so lässt das Tier bald los und kann nun ungefährlich und ohne Schwierigkeiten entfernt werden.